Quelle: www.aerzteblatt.de

Mobiltelefone: Studie findet erhöhte Krebsrate bei männlichen Ratten

/dpa

Chicago – Männliche Ratten, die in einem 15 Millionen US-Dollar teuren US-Forschungsprojekt von der Zeugung bis zum Alter von zwei Jahren täglich mit elektromagnetischen Feldern (EMF) in der Stärke von Mobiltelefonen (oder stärker) ausgesetzt waren, erkrankten laut einem Bericht in BioRXiv (2016; doi: 10.1101/055699) häufiger als eine Kontrollgruppe, die keiner Strahlung ausgesetzt war, an malignen Gliomen im Gehirn und Schwannomen im Herzen. Bei weiblichen Ratten oder Mäusen beiderlei Geschlechts wurden keine Auswirkungen gesehen. Die Ergebnisse wurden vorzeitig der Presse vorgestellt, überzeugten allerdings nicht alle Experten. 

 

Die Experimente wurden vom National Toxicology Program durchgeführt, einem von verschiedenen Behörden getragenen Forschungsprogramm, das dem National Institute of Environmental Health Sciences untersteht. In einem Forschungslabor in Chicago waren Ratten und Mäuse in speziellen Räumen in Gruppen zu 90 Tieren nach Geschlecht getrennt über 9 Stunden am Tag den Sendern von GSM und CDMA (dazu gehört UMTS) ausgesetzt.

 

Die Exposition erfolgte im gesamten Raum und nicht an spezifischen Körperteilen. Die Stärke der hochfrequenten elektromagnetischen Felder (EMF) betrug 1,5, 3 oder 6 Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Die Grenzwerte für die Mobiltelefone in den USA betragen 1,6 W/kg. Es gab eine Kontrollgruppe von Tieren, die keinen EMF ausgesetzt waren.

 

Die Experimente sind inzwischen abgeschlossen, die Ergebnisse jedoch erst teilweise ausgewertet. Dennoch entschloss sich das Team um John Bucher am Freitag, in einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit zu informieren und die Teilergebnisse zu publizieren. Der Grund war eine auffällige Häufung von zwei Tumorarten. In einzelnen Gruppen erkrankten 2 bis 3 Prozent der Tiere an einem Gliom. Die Pathologen fanden außerdem bei ein bis 3 Prozent der Tiere eine Hyperplasie von Gliazellen, die noch keinen Tumor anzeigt, aber auf eine Stimulation des Zellwachstums der Gliazellen hinweist. In der Kontrollgruppe ohne EMF-Exposition wurde weder eine Hyperplasie noch ein Krebswachstum beobachtet.

 

In den Herzen von ein bis 6 Prozent der männlichen Ratten, die mit EMF exponiert wurden, entdeckten die Pathologen Schwannome. Bei 1 bis 3 Prozent der Tiere lag eine Hyperplasie von Schwann-Zellen vor. Schwann-Zellen sind spezialisierte Glia-Zellen, deren Aufgabe die Bildung von Myelin-Scheiden ist. Sie gehören deshalb zum Nervengewebe. Anders als beim Gliom gab es bei den Schwannomen eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, die ein zusätzliches Argument für eine Kausalität ist. Wie bei den Gliomen gab es bei den Schwannomen keine Häufung bei weiblichen Ratten oder bei Mäusen.

 

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Es gab eine Reihe von Unstimmigkeiten, die in die Bewertung einfließen dürften, die die US-Arzneibehörde FDA angekündigt hat. Dazu gehört zum einen, dass Gliome bei Ratten offenbar keine Seltenheit sind. Die Häufigkeit in anderen Studien wird mit etwa 2 Prozent angegeben. Warum in der aktuellen Studie keine Gliome gefunden wurden, ist unklar.

 

Schwannome sind dagegen auch bei Ratten ungewöhnlich. Vielleicht wurde aber auch nur nicht intensiv genug danach gesucht. Dieser Einwand erscheint gerechtfertigt, da Schwannome im Gegensatz zu Gliomen in der Regel nicht zum Tode führen. Merk­würdig war auch, dass die Schwannome nur im Herzen gefunden wurden, obwohl die Tumore in vielen Organen auftreten können, im Prinzip überall wo es myelinisierte Nerven gibt.

 

Nicht ganz ins Bild passt auch die Tatsache, dass die Überlebensrate bei den EMF-exponierten Ratten höher war als in der Kontrollgruppe. Nicht alle Experten teilen deshalb die Schlussfolgerungen von Bucher. Der Gutachter Michael Lauer vom National Institute of Health’s Office of Extramural Research kritisierte die statistische Auswertung und vermutet, dass es wohl einige falsch-positive Befunde gegeben habe. 

 

Es gab aber auch zustimmende Äußerungen. Die American Cancer Society lobt in einer Stellungnahme die qualitativ hochwertige Studie, deren Ergebnisse einen „Paradigmenwechsel in Verständnis von Strahlung und Krebsrisiko“ einleiten würde. Von vielen Forschern wird allerdings bestritten, dass EMF überhaupt eine schädliche Form von Strahlung sein können. Die Energie sei zu gering für ionisierende Effekte, die Grundlage für eine biologische Wirkung sind.

 

Tumorbiologen gehen davon aus, dass Veränderungen an der DNA nur möglich sind, wenn Elektronen aus ihren natürlichen Bahnen geschossen werden, sprich wenn chemische Reaktionen auftreten (etwa die Bildung von DNA-Addukten). Das ist nur bei ionisierenden Strahlen, nicht aber bei EMF im Bereich der Handy-Strahlung möglich. Die Gruppe um Bucher will allerdings Effekte auf der Ebene der DNA gesehen haben. Ergebnisse sollen zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden.

 

Die Einschätzungen über eine krebsauslösende Wirkung von „Handy-Strahlung“ gehen weit auseinander. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) hatte 2011 elektromagnetische Felder als „potenziell krebserregend” eingestuft und sich dabei auf Ergebnisse epidemiologischer Studien gestützt, die „begrenzte Beweise“ für ein erhöhtes Risiko auf Gliome und Akustikusneurinome ergeben hätten. Tatsächlich könnte aufgrund der häufigen Nutzung von Mobiltelefonen bereits ein geringer Anstieg des relativen Risikos zu einer deutlichen absoluten Zunahme von Krebserkrankungen führen. Hierfür wurden allerdings in bevölkerungsbasierten Studien beispielsweise aus Dänemark bisher keine Hinweise gefunden, obwohl Mobiltelefone bereits seit den 1990er Jahren verbreitet sind.

 

Derzeit laufen zwei größere epidemiologische Projekte. Die COSMOS-Studie erforscht in fünf europäischen Ländern über einen Zeitraum von fünf Jahren die Handy-Gewohnheiten von fast 300.000 Menschen. Zu den Endpunkten gehören Krebs, neurologische und Herzerkrankungen sowie Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Das Forschungsinstitut in Barcelona geht unter anderem der Frage nach, ob die EMF einer der häufigsten Nutzergruppe – Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 24 Jahren – schaden könnte.

 

© rme/aerzteblatt.de

 

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/67898

Quelle: www.welt.de

US-Regierungsstudie

 

Handystrahlung könnte Tumore wachsen lassen

Eine groß angelegte, sorgfältig aufgebaute US-Regierungsstudie liefert ein brisantes Ergebnis. Forscher wollen einen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Tumorwachstum gefunden haben.

Foto: pa/chromorange

Wie hoch ist das Risiko bei der Smartphone-Nutzung?

 

Eine breit angelegte Studie der US-Regierung befeuert die Debatte über die Frage, ob die Strahlung von Handys zur Krebsentstehung beitragen kann. Eine nach wissenschaftlichen Standards durchgeführte Studie des National Toxicology Program (NTP) stellte bei männlichen Ratten einen schwachen Zusammenhang zwischen den Strahlen, wie sie von Handys emittiert werden, und zwei Tumorarten fest.

 

Die Ergebnisse widersprechen bisherigen wissenschaftlich fundierten Studien zum Thema, die eine Krebsgefahr durch Handystrahlen überwiegend verneint hatten. Über die aktuelle Studie hatte unter anderen das "Wall Street Journal" berichtet. Festgestellt wurde der schwache Zusammenhang für Hirntumore und Tumore im Herzen.

 

Dabei handelt es sich um ein Zwischenergebnis einer lange angelegten Studie, das nicht in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde und damit auch nicht durch ein sogenanntes Peer-Review-Verfahren anderer Forscher überprüft wurde. Zudem fanden die Forscher den schwachen Zusammenhang nur bei männlichen Ratten und nicht bei weiblichen.

 

Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre aber selbst ein schwach ausgeprägter Zusammenhang zwischen der Handystrahlung und Tumoren brisant. Angesichts der enormen weltweiten Nutzung mobiler Kommunikation in allen Altersklassen hätte selbst ein geringer Anstieg einer Krankheit aufgrund der Aussetzung mit Strahlen "große Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit", schreiben die Forscher in einem Zwischenbericht.

 

Eine der größten Studien zur Handystrahlung überhaupt

Laut "Wall Street Journal" handelt es sich bei der aktuellen US-Regierungsstudie mit Kosten von 25 Millionen Dollar um eine der bislang größten und umfassendsten Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Handystrahlen.

 

"Es handelt sich um die lange erwarteten Ergebnisse einer wichtigen Studie, die sehr sorgfältig aufgebaut war", sagte die Strahlenforscherin Elisabeth Cardis vom Centre for Research in Environmental Epidemiology (CREAL) in Barcelona der "Welt". Cardis hatte die sogenannte Interphone-Studie durchgeführt, die bereits 2011 Hinweise auf einen möglichen schwachen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und den zwei Tumorarten fand, die auch Gegenstand der aktuellen Untersuchung waren: Schwannome im Herzen, Tumore des Nervensystems, und Gliome, eine Klasse von Tumoren, die im Gehirn entstehen.

 

Als Reaktion auf Cardis' Interphone-Studie bewertet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Nutzung von Mobiltelefonen seit 2011 als potenziellen Krebserreger der Stufe 2B. In dieselbe Kategorie fallen neben dem Pflanzengift DDT beispielsweise auch bestimmtes eingelegtes Gemüse oder Kaffee. Die Forscher selbst wiesen allerdings damals auf methodische Schwächen ihrer Studie hin. So basierte beispielsweise die Auswertung der Handynutzung auf Befragungen.

 

Tumor-Fallzahlen sind sehr gering

Allerdings warnt Strahlenforscherin Cardis vor voreiliger Panikmache. "Die Tumor-Fallzahlen waren in der NTP-Studie recht gering, und die Ergebnisse wurden in der Studie lediglich als 'geringe Auftretenshäufigkeit' von Gliomen und Schwannomen im Herzen bezeichnet", sagt Cardis. Aufgrund der enormen Kosten solcher extrem kontrollierter Experimente seien nur 90 männliche und ebenso viele weibliche Ratten pro Untersuchungsgruppe den Strahlen ausgesetzt worden.

 

Dennoch hält sie die Ergebnisse für relevant: "Weil Gehirntumore und Schwannome sowohl unter Tieren als auch unter Menschen selten sind und weil es Milliarden Handynutzer weltweit gibt, sind diese Ergebnisse sehr wichtig, um mögliche Gesundheitsauswirkungen mobiler Kommunikationstechnik zu bewerten", sagt Cardis. Pro 100.000 Einwohner würden in Europa jährlich nur vier bis zehn Fälle von Gehirntumoren auftreten. "Die Leute, die bislang behaupteten, es gäbe gar kein Risiko, werden das künftig vermutlich nicht mehr sagen", zitiert das "Wall Street Journal" Ron Melnick, der die Studie bis 2009 leitete.

 

Eine ebenfalls im Mai veröffentlichte Studie von Forschern der Universitäten von Sydney und Neusüdwales, die in der Fachzeitschrift "Cancer Epidemiology" veröffentlicht wurde, hatte allerdings erst kürzlich wieder Entwarnung gegeben. Weitgehend Konsens unter Forschern war bisher, dass Handystrahlung für Menschen ungefährlich ist und sich höchstens in einer leichten Erwärmung der menschlichen Zellen in unmittelbarer Nähe des Handys auswirkt.

 

2500 Ratten und Mäuse wurden Handystrahlung ausgesetzt

In der aktuellen NTP-Studie wurden über zwei Jahre mehr als 2500 Ratten und Mäuse in unterschiedlichen zeitlichen Abständen mit Radiofrequenzen bestrahlt, wie sie typischerweise Handys zur Kommunikation nutzen. Die Ratten wurden ihr Leben lang mit Handystrahlen des amerikanischen CDMA- und des auch in Europa genutzten GSM-Standards in einer üblichen Frequenz von 900 Megahertz bestrahlt. Die Bestrahlungen erfolgten dabei jeweils 18 Stunden am Tag, allerdings nicht durchgängig. Auf zehn Minuten mit Bestrahlung folgten zehn Minuten ohne. Zusammengerechnet wurden die Ratten so täglich neun Stunden der Strahlung ausgesetzt.

 

Die Mäuse wurden einer anderen typischen Handystrahlenfrequenz von 1900 Megahertz ausgesetzt. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Studie steht noch aus. Die Endauswertung haben die NTP-Forscher für Herbst 2017 angekündigt.

 

Die Untersuchung wurde von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), der US-Behörde für Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit, vor rund 20 Jahren in Auftrag gegeben. Die US-Behörde NTP hatte das IIT Research Institute in Chicago mit der Durchführung beauftragt. Laut den Forschern habe die Entwicklung des Studien-Designs aufgrund der hohen Komplexität des Themas mehrere Jahre gebraucht.

 

Noch ist unklar, ob die Ergebnisse auch politische Auswirkungen auf die Regulierung von Handys haben werden. Ein Sprecher der US-Regulierungsbehörde FCC sagte dem "Wall Street Journal", dass sich die Regulierung immer nach dem Stand der Forschung richte, und deutete an, dass es aufgrund der jüngsten Erkenntnisse Anpassungen geben könnte.

 

Quelle:

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article155764310/Handystrahlung-koennte-Tumore-wachsen-lassen.html

Report of Partial Findings from the National Toxicology Program Carcinogenesis Studies of Cell Phone Radiofrequency Radiation in Hsd: Sprague Dawley® SD rats (Whole Body Exposures)

Quelle: http://biorxiv.org/
055699.full.pdf
PDF-Dokument [2.8 MB]

Handystrahlung verursacht Tumore - die Beweislage ist eindeutig

Quelle: www.lokalkompass.de

Während sich einerseits die EU über einen längeren Zeitraum mit dem Forschungsprojekt "EU Ecolabel and Green Public Procurement for Toilets" befasste, mit dem die Urinier-Gewohnheiten der rund 500 Millionen Europäer unter die Lupe genommen wurden, um festzustellen, inwieweit das "Pinkeln" dem Weltklima schadet, das dann letztlich in eine Formel für den Wasserverbrauch bei der täglichen Toilettennutzung endete und anderseits man über einen längeren Zeitraum debattierte, welchen "Kümmungsgrad" eine Banane haben darf, wird offensichtlich bewusst ausgegerenzt, dass es inzwischen klare Beweise gibt, dass Handystrahlung Hirntumore verursacht.

 

Kürzlich haben Wissenschaftler und Ärzte auf einer Pädiatriekonferenz in Baltimore (USA) bekanntgegeben, das "oxidative Schäden" zu Krebs führen.

"Die Beweislage ist klar: Handys verursachen Hirntumore", sagt Dr. Devras Davis, Präsident des "Enviroment Health Trust" (Umwelt- und Gesundheitsvereinigung).


Bereits im Jahr 2010 fand die "Internationale Interphone-Studie" heraus, dass "der Gebrauch von Handys über zehn Jahre und länger mit einem 40% erhöhten Risiko auf Hirntumore, einem um 300% höheren Risiko auf Tumore an den Hörnerven und einem ebenfalls erhöhten Risiko auf Tumore in der Ohrspeicheldrüse in Zusammenhang steht."

 

Mobiltelefone geben eine spezielle Art der Strahlung ab. Hochfrequenzstrahlung oder "RFR" (radiofrequency radiation) genannt, die auch für die Übermittlung kabelloser Internetsignale verwendet werden.

 

Sie unterscheidet sich von der "Ionisationsstrahlung", die vom Röntgen her bekannt ist.

 

Inzwischen gibt es mehrere einschlägige Studien über den Zusammenhang von RFR-Einwirkung und Krebs. Als Beispiel sei die in "Elektromagnetic Biology & Medicine" veröffentlichte Studie genannt.

 

Kinder sind für die ausgezeigten Folgen besonders anfällig. Laut Davis: "absorbiert das kindliche Gehirn bei derselben Strahlungseinwirkung doppelt so viel Strahlung wie das erwachsene".

 

"Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Mobiltelefonen unter Schwangeren und Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern", sagt Dr. Hugh Taylor von der "Yale School of Medicine (USA)".

 

Interessant ist auch die klinische Studie von der Psychologin Catherine Steiner-Adair, die zu einem ähnlichen Ergebnis kommt, dass "die störende Strahlung von Handys zwischenmenschliche Beziehungen schädigt."

 

Andere Studien haben bewiesen, dass Eltern regelmässig ihre Kinder ignorieren und stattdessen auf das Handy-Display schauen. Und dies wird mit "einem höheren Level an Verhaltensstörungen bei den Kindern assoziiert."

 

Kinder sind sich dessen bewusst, dass sie ignoriert werden.

 

In einer weiteren Studie sagten 30% der befragten Kinder, dass ihre Eltern mindestens ebenso viel Zeit mit ihren Handys verbringen wie mit ihnen. Ähnlich viele Kinder hielten sich für unwichtig.

 

Fazit: Handynutzung führt zur Tumorbildung, fördert nicht nur die Technikabhängigkeit, sondern zieht bei dem Nachwuchs kognitive, emotionale und soziale Probleme nach sich.

 

Hier sollte die EU ansetzen und sich nicht damit beschäftigen, wieviel Wasser beim Verrichten der menschlichen Bedürfnisse verbraucht wird.

 

Quelle:

http://www.lokalkompass.de/marl/politik/handystrahlung-verursacht-tumore-die-beweislage-ist-eindeutig-d661283.html

Quelle: http://microwavenews.com/

Cell Phone Radiation Boosts Cancer Rates in Animals; $25 Million NTP Study Finds Brain Tumors U.S. Government Expected To Advise Public of Health Risk;  

 

Quelle: http://microwavenews.com/news-center/ntp-cancer-results

WLAN auf dem Pausenplatz: Zürcher Schüler sollen künftig rund um die Uhr Internetzugang haben. Foto: Arnitorfaso

Internet in Schulen: Eltern wehren sich gegen Dauerbestrahlung

Von Carmen Roshard. Aktualisiert am 12.03.2015

 

Die Stadt Zürich rüstet sämtliche Schulen und selbst Kindergärten mit drahtlosem Internet aus. Die Sender können nicht ausgeschaltet werden – was bei Eltern, Politikern und Lehrern auf Widerstand stösst.

Quelle:

http://bazonline.ch/zuerich/stadt/Internet-in-Schulen-Eltern-wehren-sich-gegen-Dauerbestrahlung/story/17687548

Weitere Infos unter: http://www.wlan-an-schulen.ch

Handystrahlung begünstigt Tumorwachstum

Forscher der Jacobs University haben jetzt zweifelsfrei bewiesen, dass elektromagnetische Felder von Handys zu einer 50 Prozent höheren Tumorrate führen – zumindest bei Mäusen. Was bedeutet das für den Menschen?

Krebserregend sind Handystrahlen nicht, doch sie begünstigen offenbar das Tumorwachstum. Das ist das Ergebnis der Studie der Jacobs University.

Für die Studie wurden 350 Mäuse in Kästen dauerhaft Handystrahlung ausgesetzt. Diese war gerade mal so hoch wie bei einem handelsüblichen Mobiltelefon. "Wir konnten feststellen, dass die Tiere, die den elektromagnetischen Feldern ausgesetzt waren, häufiger Tumore der Lunge, der Leber und der Lymphknoten hatten", sagt Biologe Alexander Lerchl von der Jacobs University.

Quelle:

http://www.radiobremen.de/gesellschaft/themen/handystrahlen100.html

Kinder sind besonders gefährdetHandy am Ohr erhöht die Gefahr eines Hirn-Tumors

Donnerstag, 13.11.2014, 06:45 · von FOCUS-Online-Redakteurin Jennifer Litters

Vor allem Kindern könnten die Strahlen gefährlich werden dpa

Viele Menschen beschleicht beim Gedanken an die von Handys ausgehende Strahlung ein mulmiges Gefühl. Eine schwedische Studie bestärkt jetzt die Mobilfunk-Skeptiker: Den Forschern zufolge erhöhen Handys tatsächlich das Risiko für Hirntumore.

Seit Jahren streiten Forscher darüber, wie gefährlich Handystrahlen für die Gesundheit sind. Jetzt haben schwedische Forscher im Fachmagazin „Patholophysiology Journal“ erschreckende Zahlen veröffentlicht: Lennart Hardell, Michael Carlberg und Kjell Hansson Mild vom Universitäts-Krankenhaus im schwedischen Orebro kommen zu dem Schluss, dass die hochfrequenten elektromagnetischen Felder von Handys und schnurlosen Telefonen das Risiko für Hirntumore deutlich erhöhen.

Risiko steigt mit Jahren der Nutzung

Die Wissenschaftler verglichen für ihre Studie die Telefon-Nutzung von 1380 Testpersonen - darunter befanden sich sowohl Patienten mit einem bösartigen Hirntumor als auch Gesunde. Dabei stellten Hardell und seine Kollegen fest: Das Risiko, an dieser Krebsart zu erkranken, steigt mit jedem Jahr, in dem Menschen ihr Handy nutzen. Die Befragten, die nach eigenen Angaben seit 20 bis 25 Jahren drahtlose Telefone nutzten, hatten mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit bereits eine Tumordiagnose erhalten als die, die erst seit kurzem per Handy oder schnurlosem Telefon kommunizierten. Wer länger als 25 Jahre Funktelefone benutzte, hatte sogar ein dreifach erhöhtes Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken.

Zwei Tumorarten traten besonders häufig auf

Besonders häufig hatten Ärzte bei den erkrankten Probanden ein Glioblastom diagnostiziert. Dies ist die häufigste Hirntumor-Form bei Erwachsenen. Andere litten an einem Tumor am Gehörnerv, einem so genannten Akustikusneurinom.

Kindergehirne sind besonders anfällig

In ihrer Studie warnen die schwedischen Forscher besonders davor, Kinder häufig mit Handy oder drahtlosen Telefonen kommunizieren zu lassen. Ihre Schädelknochen seien dünner als die Erwachsener und daher durchlässiger für elektromagnetische Strahlen.

Außerdem entwickele sich das Gehirn bis zum 20. Lebensjahr. Während dieser Phase ist es nicht nur besonders anfällig für Strahlen, sondern auch für Gifte und Schadstoffe aller Art. Dazu gehört beispielsweise Alkohol , aber auch so genannte Peroxide oder freie Radikale in großer Zahl vorhanden waren. Diese aggressiven chemischen Verbindungen können die Erbsubstanz DNA angreifen und zählen daher zu den Risikofaktoren für Krebs.

Neue ÜStudie bestätigt frühere Untersuchungen berschrift

Bereits im vergangenen Jahr kam eine Studie des israelischen Mediziners Yaniv Hamzany von der Universität Tel Aviv zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen. Da Handys während des Telefonierens stets auch die Ohrspeicheldrüse bestrahlen, verglich Hamzany den Speichel von Vieltelefonierern mit dem von Gehörlosen oder Handyverweigerern. Dabei entdeckte er, dass in den Zellen der Vieltelefonierer Peroxide oder freie Radikale in großer Zahl vorhanden waren.

Bis zu 40 Stunden im Monat am Handy

Als Vieltelefonierer galten dabei Personen, die ihr Handy mindestens acht Stunden pro Monat am Ohr haben. Die meisten seiner Probanden aus dieser Gruppe hätten aber sogar 30 bis 40 Stunden monatlich telefoniert.

Tumor am Gehörnerv

Die Häufung von Tumoren am Gehörnerv unter Vieltelefonierern hatte 2013 auch eine Studie von Epidemiologen der britischen University of Oxford festgestellt, an der britische Frauen im Alter von 50 Jahren teilgenommen hatten. In dieser Untersuchung war das Risiko der Frauen für die Entwicklung eines Akustikusneurinom um das 2,5-fache erhöht, die bereits seit mehr als zehn Jahren mobil telefoniert hatten.

Gefährdung durch Handys nach wie vor umstritten

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im Jahr 2011 die Felder von Mobiltelefonen, kabellosen Funktechniken, Radio, Fernsehen und Radar als „möglicherweise für Menschen krebserregend“ eingestuft. Allerdings hatte sie dazu keine eigenen Untersuchungen durchgeführt, sondern epidemiologische und experimentelle Arbeiten anderer Forscher bewertet. 2013 kam die IARC weiterhin zu dem Schluss, dass ein Kausalzusammenhang von elektromagnetischen Feldern und Krebserkrankungen zwar möglich sei - aber bislang nicht eindeutig belegt.

Alarmierende Studie

Handy soll Risiko für Hirntumor erhöhen

Ist die Handy-Strahlung doch gefährlicher als bislang angenommen? Foto: picture alliance / blickwinkel/M

11.11.2014

Menschen, die mehr als 25 Jahre lang ein mobiles Telefon nutzen, haben ein dreifach höheres Risiko an einem bestimmten, tödlichen Hirntumor zu erkranken als Menschen, die die Geräte weniger als ein Jahr nutzen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie aus Schweden.

„Das Risiko ist nach 25 Jahren dreimal so hoch. Das können wir eindeutig sehen“, sagte Dr. Lennart Hardell der Nachrichtenagentur Reuters

Für die Studie verglichen Hardell und sein Kollege Michael Carberg vom Universitäts-Krankenhaus in Orebro (Schweden) Daten von 1380 Patienten mit bösartigen Hirntumoren und gesunden Probanden hinsichtlich ihrer Telefon-Nutzung.

Menschen, die nach eigenen Angaben seit 20 bis 25 Jahren drahtlose Telefone nutzten, wiesen danach eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer Tumordiagnose auf als die, die angaben, erst seit einem Jahr oder kürzer Handys zu nutzen. Bei Leuten, die drahtlose Telefone 25 Jahre und länger nutzten, war die Diagnose sogar dreimal wahrscheinlicher.

Forschung widerspricht bislang größter Studie

In absoluten Zahlen stellt sich das am Ende weniger dramatisch dar: Bei wenig mehr als fünf von 100 000 Europäern (0,005 Prozent) wurde zwischen 1995 und 2002 ein bösartiger Hirntumor festgestellt. Der schwedischen Studie zufolge erhöht sich das Risiko also auf 16 von 100 000 (0,016 Prozent).

Und doch widerspricht das Ergebnis der bislang größten Studie zum Thema, die von der „International Agency for Resarch on Cancer“ durchgeführt wurde. Die Untersuchung aus dem Jahr 2010 wurde teils von Mobilfunk-Anbietern finanziert. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass es keine ausreichenden Beweise für einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk-Nutzung und dem Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken, gibt.

Handystrahlung als Risikofaktor für Hirntumore

Erhöhtes Hirntumor-Risiko durch Handys und schnurlose Telefone

12.11.2014

Der Streit um mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Handystrahlen begann ungefähr zeitgleich mit der Einführung der ersten Mobiltelefone. Seither haben sich zahlreiche Studien mit dem Thema befasst, die Ergebnisse waren jedoch zum Teil äußerst widersprüchlich. Wurden in einigen Studien deutliche Beeinträchtigungen organischen Gewebes festgestellt, kamen andere zu dem Ergebnis, dass "keine negativen Folgen durch die Handystrahlung zu erwarten" seien.

Nun haben die schwedischen Forscher Lennart Hardell, Michael Carlberg und Kjell Hansson Mild des onkologischen Instituts am Universitätskrankenhaus der Stadt Örebro in dem Fachmagazin „Pathophysiology Journal“ eine Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass mit der Handynutzung auch ein erhöhtes Risiko von sogenannten Gliomen (bösartige Hirntumore) einhergeht. Dies gelte in vergleichbarer Weise für schnurlose Telefone. Die Wissenschaftler machen hierfür "die hochfrequenten elektromagnetische Strahlung der Geräte verantwortlich". Vor allem Kinder und Jugendliche seien besonders stark gefährdet.

Dreifach höheres Hirntumor-Risiko

Im Rahmen ihrer Studie analysierten die Forscher mögliche Zusammenhänge zwischen der Handynutzung beziehungsweise der Nutzung schnurloser Telefone und dem Auftreten bösartiger Hirntumore. Sie werteten die Daten von insgesamt 1.498 Hirntumor-Patienten und 3.530 gesunden Probanden aus zwei früheren Studien aus, um die Auswirkungen der Handystrahlung auf das Hirntumor-Risiko festzustellen. Die schwedischen Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl die Handynutzung als auch die Verwendung schnurloser Telefone mit einem erhöhten Risiko für Gliome einhergeht. Dabei führe jedes Jahr der Nutzung zu einem weiteren Anstieg des Erkrankungsrisikos. Wer bereits seit mehr als 25 Jahren ein Handy nutzte, unterliege einem drei Mal höheren Risiko als der Durchschnitt, berichten die Forscher. Bei einer Nutzung seit 15 bis 20 Jahren lag das Risiko laut Angaben von Hardell, Carlberg und Hansson immer noch ungefähr doppelt so hoch, wie in der durchschnittlichen Bevölkerung.

Kinder und Jugendliche besonders gefährdet

Nicht nur die Dauer der Handynutzung, sondern auch das Alter beim erstmaligen Gebrauch hatte laut Angaben der Wissenschaftler Auswirkungen auf das Hirntumor-Risiko. Besonders stark gefährdet seien Probanden gewesen, die bereits in jungen Jahren mit schnurlosen Telefonen und dem Handy telefonierten. Das Erkrankungsrisikos lag bei erstmaliger Nutzung der Geräte im Alter unter 20 Jahren deutlich höher, als bei einem Gebrauch im späteren Alter. Vor allem Kinder sollten laut Aussage der Forscher möglichst nicht mit dem Handy oder schnurlosen Telefon telefonieren, da die Strahlung deutlich tiefer in ihren Schädel eindringe, als bei Erwachsenen. Außerdem befindet sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung und ist daher besonders anfällig gegenüber schädlichen Einflüssen.

Weitere Studien weisen ebenfalls auf erhöhtes Krebsrisiko hin

Die Ergebnisse der schwedischen Studie sind Wasser auf die Mühlen der Mobilfunk-Kritiker, zumal sie sich mit früheren Untersuchungen ergänzen, die zu ähnlich fatalen Resultaten kamen. So berichtet beispielsweise das Nachrichtenmagazin „Focus“ von einer Studie des israelischen Mediziners Yaniv Hamzany an der Universität Tel Aviv, die im vergangenen Jahr gezeigt habe, dass die Handystrahlung auch Auswirkungen auf die Ohrspeicheldrüse hat. In den Zellen des Speichels von Vieltelefonierern seien gegenüber Handyverweigerern deutlich mehr Peroxide und freie Radikale nachweisbar gewesen. Des Weiteren habe eine Studie von Epidemiologen der britischen University of Oxford aus dem Jahr 2013 nachgewiesen, dass bei Vieltelefonierern eine Häufung von Tumoren am Gehörnerv auftritt, berichtet der „Focus“. Bei den teilnehmenden Frauen im Alter von 50 Jahren sei das Risiko der Entwicklung eines Akustikusneurinom um das 2,5-fache gestiegen, wenn die Probandinnen bereits seit mehr als zehn Jahren mobil telefonierten.

Keine Gegenmaßnahmen zu erwarten

<< Neues Textfeld >>Mit der aktuellen Studie wachsen erneut die Bedenken gegenüber der Strahlung von Handys und schnurlosen Telefonen, doch Konsequenzen sind auch dieses Mal nicht zu erwarten. Zu oft haben Gesundheitsinstitutionen, wie beispielsweise die Weltgesundheits-organisation (WHO), in der Vergangenheit bereits vor der möglicherweise krebserregenden Wirkung der Handystrahlung gewarnt, ohne hieraus Empfehlungen zu Gegenmaßnahmen abzuleiten. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO bewertet laut Mitteilung des „Focus“ bis heute einen Kausalzusammenhang von elektromagnetischen Feldern und Krebserkrankungen zwar als möglich, doch sei dieser bisher nicht eindeutig belegt. Hier wird die Zukunft vermutlich Aufklärung bringen. (fp)

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